Kutane Aspergillose: Histologische Merkmale und Diagnose
Die Spezies der Gattung Aspergillus können invasive Infektionen verursachen, insbesondere bei immungeschwächten Patienten. Dieser Organismus kann die Haut durch direkte lokale Inokulation oder nach Ausbreitung aus den Atemwegen als Lungenkomplikation erreichen.
Histologie der kutanen Aspergillose
Das Muster der Entzündungsreaktion, das bei Läsionen der Aspergillose beobachtet wird, hängt grundlegend von der Tiefe der Invasion und dem zugrunde liegenden Immunstatus des Wirts ab.
Gelegentlich können Formationen beobachtet werden, die als Myzetome oder «Pilzballen» erkennbar sind, bestehend aus einer dichten Masse mehrerer Klassifizierung und Funktion der Hautflora, manchmal einschließlich Fruktifikationsstrukturen (siehe Abbildung 2).
Häufiger ist der wichtigste histopathologische Befund ein dichtes akutes entzündliches Infiltrat, das die Dermis und das tiefe subkutane Gewebe betrifft, wie die Abbildungen 3 und 4 zeigen. Diese Invasion kann von ausgedehnter Nekrose und anschließender Narbenbildung begleitet sein. Obwohl die Mikroorganismen bei sorgfältiger Untersuchung mit der routinemäßigen Hämatoxylin-Eosin (HE)-Färbung identifiziert werden können (Abbildungen 2, 4), ermöglichen Spezialfärbungen eine bessere Visualisierung der charakteristischen Die Morphologie.
Unter Spezialfärbungen zeigen sich dünne, septierte Hyphen mit regelmäßigen Verzweigungen, die typischerweise einen Winkel von ungefähr 45 Grad bilden (gezeigt in Abbildung 5, durch Pfeile gekennzeichnet). Die Beteiligung von Blutgefäßen (Angioinvasion), Ulzeration und ausgeprägter ausgedehnter Nekrose sind häufige Befunde in schweren Fällen.
Bei immunkompetenten Patienten findet sich üblicherweise eine robuste granulomatöse Reaktion. Wenn die Infektion hingegen aus einer direkten kutanen Inokulation resultiert, kann dies eine sehr ausgeprägte epidermale Reaktion auslösen.
Repräsentative Bilder der Aspergillus-Pathologie
Abbildung 1
Abbildung 2
Abbildung 3
Abbildung 4
Abbildung 5
Abbildung 6
Die korrekte histopathologische Diagnose der kutanen Aspergillose, insbesondere die Identifizierung dieser Pilzstrukturen durch geeignete Färbungen, ist entscheidend für die rechtzeitige Einleitung einer antimykotischen Behandlung und die Rettung des Patienten, insbesondere bei invasiven Infektionen in der anfälligen Bevölkerung.
Histopathologische Diagnoseverfahren für Aspergillose
Die für Aspergillose verantwortlichen Organismen sind in Hämatoxylin-Eosin-gefärbten histologischen Schnitten normalerweise leicht nachweisbar (siehe Abbildung 1). Um die Sichtbarkeit der Organismen zu verbessern und eine detailliertere morphologische Beurteilung zu ermöglichen, wird die Verwendung von Spezialfärbungen wie PAS (Periodensäure-Schiff) oder GMS (Grocott's Methenamine Silver) empfohlen, wie in Abbildung 2 dargestellt. Die diagnostische Bestätigung wird stark verstärkt, wenn eine Korrelation mit positiven Gewebekulturergebnissen besteht.
Differentialdiagnose der Aspergillose
Es ist entscheidend, die Aspergillose von anderen invasiven Mykosen zu unterscheiden, insbesondere in histopathologischen Proben:
- Mukormykose: Die Hyphen von Aspergillus zeichnen sich dadurch aus, dass sie dünner sind, Septen (Trennmembranen) aufweisen und sich in spitzen Winkeln verzweigen. Im Gegensatz dazu verzweigen sich die mit Mukormykose assoziierten Organismen typischerweise in größeren Winkeln, nahe 90°, während Aspergillus dazu neigt, Verzweigungen nahe dem 45°-Winkel zu bilden.
- Fusariose und Pseudallescheriose: Diese Erreger können eine sehr ähnliche Morphologie wie die Aspergillose aufweisen. In solchen Fällen erfordert die endgültige Unterscheidung im Allgemeinen die Durchführung einer Kultur Pilzkultur, um den Erreger präzise zu isolieren und zu charakterisieren.
Die Feststellung einer genauen Diagnose mittels fortgeschrittener Histopathologie ist grundlegend für die Steuerung der angemessenen Behandlung gegen Aspergillose.


